Leiter: Dr. Stephan Peeck

Das Institut für Logotherapie und Existenzanalyse Hamburg – Bergedorf ist 2001 von Herrn Dr. theol. Stephan Peeck gegründet und von der Deutschen Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse (DGLE) als Ausbildungsinstitut offiziell anerkannt worden.

 

Grundlagen der Institutsarbeit:

 

Die anthropologische Basis der Arbeit des Institutes ist das existenzanalytische Menschenbild, wie es in den Schriften von V.E.Frankl entfaltet worden ist. Den primären Beweggrund zum Leben sieht V.E. Frankl in der menschlichen Sehnsucht nach Sinn (Motivationstheorie). Menschen sind Wesen auf der Suche nach Sinn. Sinn gründet in Werten. Werte müssen wir dem Leben nicht geben. Sie sind mit dem Leben gegeben und deshalb im Leben vorhanden. Weil sie im Leben vorhanden sind, können wir sie in unserer inneren Welt (innere Potentiale wie z.B. Freude, Hoffnung, Gelassenheit, Mut, Vertrauen...) und in der Welt da draußen (z.B. Aufgaben, andere Menschen, Erlebnisinhalte, ...) suchen und auch finden. Werte sind Gründe zur Lebensbejahung. Sinnleeres Leben hingegen kann seelisch und auch körperlich krank machen (Neurosetheorie).

 

Menschen, so V.E.Frankl weiter, sind mit der Möglichkeit zur Freiheit begabt. In ihrer Freiheit sollen sie auf die Fragen, die das Leben ihnen stellt, in sinnvoller Weise antworten. Die existentielle Antwort auf die konkreten Herausforderungen des Lebens nennt Frankl die Verantwortlichkeit des Menschen. Dabei steht das Leben mit seinen Anfragen, Aufgaben, angenehmen und unangenehmen Überraschungen in der Mitte und nicht die Vorstellungen und Wünsche unseres Egos (Weltbild). In diesem dialogischen Prozess mit dem Leben soll und kann der Mensch sich, sein Leben und seine Welt in sinnvoller Weise gestalten. Das nennt die Logotherapie Persönlichkeitsentwicklung.

 

Die Logotherapie, wie wir sie verstehen, berücksichtigt allerdings, dass der Freiheit des Menschen auch mächtige Barrieren im Wege stehen können, die ihm eine sinnvolle Antwort auf die Herausforderungen des Lebens erschweren. Das können sowohl innere als auch äußerer Barrieren sein, z.B. Angst, Kummer, Trotz, Resignation aber auch Arbeitslosigkeit, Krankheit, Verluste u.a.

 

Blockaden dieser und anderer Art können Sinnfindung erschweren.

 

In unserer konkreten Arbeit denken und handeln wir deshalb integrativ. D.h.: So weit wie nötig wenden wir uns auch der Bearbeitung dieser Barrieren zu. So weit wie möglich allerdings richten wir unser Augenmerk auf die Suche, Entdeckung und Entfaltung der Sinnpotentiale. Hierin liegt das Spezifikum unserer Arbeit.

 

Integratives Arbeiten bedeutet für uns weiterhin, dass wir für den konstruktiv-kritischen Dialog mit anderen Schulrichtungen der Psychotherapie offen sind. Unter logotherapeutischem Vorzeichen beziehen wir einige wesentliche Erkenntnisse z.B. aus der Psychoanalyse, der analytischen Psychologie C.G. Jungs, der Verhaltenstherapie u.a. in unsere Arbeit ein.